Insbesondere für Arbeitnehmer stellt die gesetzliche Altersrente sicherlich nach wie vor das wichtigste Instrument im Hinblick auf die private Altersvorsorge, nach dem Austritt aus dem Berufsleben dar. Allerdings muss langfristig davon ausgegangen werden, dass die gesetzliche Altersrente nur noch eine Höhe erreichen wird, die eine Basisversorgung sichert. Dies erklärt sich damit, dass die gesetzliche Rentenversicherung auf dem sogenannten Umlageverfahren basiert. Die aktuellen Beitragszahler finanzieren die derzeit ausbezahlten Renten und sichern sich zeitgleich Ansprüche auf ihre eigene Rente.
Durch eine allgemein steigende Lebenserwartung müssen die Renten aber kontinuierlich länger ausbezahlt werden, während durch viele Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger sowie durch rückläufige Geburtenraten weniger Beitragszahler nachrücken. Um dieses Ungleichgewicht aus Einnahmen und Ausgaben abzufedern, muss das Rentenniveau nach unten korrigiert werden. Aus diesem Grund kommt der privaten Altersvorsorge eine immer wichtigere Bedeutung zu, wobei sich der Gesetzgeber durch das Modell der Riester Rente am Aufbau eines finanziellen Polsters für das Alter beteiligt. Namenspate für die Riesterrente war der zum Zeitpunkt der Einführung amtierende Arbeitsminister Walter Riester, die staatliche Förderung erfolgt durch Zulagen und Steuervorteile.
Grundsätzlich stehen für die Riesterrente unterschiedliche Vertragsvarianten zur Verfügung. So kann die Riesterrente im Rahmen einer klassischen Rentenversicherung, einer fondsgebundenen Rentenversicherung oder eines Fondssparplans, eines Banksparplans und seit 2009 auch im Rahmen eines Bausparvertrages angespart werden.
Der Gesetzgeber stockt das angesparte Guthaben durch jährliche Zulagen auf, einerseits durch die sogenannte Grundzulage in Höhe von 154 Euro und andererseits durch Kinderzulagen, die je nach Geburtsjahr des Kindes bei 185 Euro oder bei 300 Euro liegen. Zudem können die Beiträge für den Riestervertrag steuerlich geltend gemacht werden, was je nach Höhe der Beiträge und je nach Einkommenssituation zu weiteren Steuervorteilen führen kann. Ein weiterer wichtiger Vorteil der Riesterrente liegt darin, dass das angesparte Guthaben während der Ansparphase vor dem Zugriff Fremder geschützt ist. Da der Gesetzgeber das angesparte Kapital nicht als Vermögen, sondern als reine Absicherung für das Alter einstuft, sind die Ansprüche sowohl vor einer Pfändung im Insolvenzfall geschützt als auch im Fall einer längerfristigen Arbeitslosigkeit Hartz-IV-sicher. Mittlerweile bietet der Markt jedoch eine breite Palette unterschiedlicher Tarifangebote im Zusammenhang mit der Riesterrente, was einen Riester Rente Vergleich letztlich unumgänglich macht. Je nach Ausgangssituation des Sparers und in Abhängigkeit zu seinen Bedürfnissen und Wünschen bieten sich unterschiedliche Produkte an. Sie haben hier die möglichkeit um weitere Versicherung info bei uns zu lesen.
Eine klassische Lebensversicherung beispielsweise bietet ein hohes Maß an Sicherheit, garantierte Leistungen und eine gut im Vorfeld kalkulierbare Rentenhöhe, im Gegenzug jedoch nur begrenzte Renditechancen. Ein fondsbasiertes Anlageprodukt kennzeichnet sich dagegen in aller Regel durch deutlich bessere Ertragschancen bei günstigeren Beiträgen, birgt allerdings auch ein höheres Risikopotenzial. Das sogenannte Wohnriestern ist eine geeignete Alternative, wenn das Guthaben zum Kauf oder Bau eines Eigenheims verwendet werden soll, denn die staatlichen Zulagen können als zusätzliche Spareinlagen und als zusätzliche Tilgungselemente genutzt werden.
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