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Lebensversicherung an Baudarlehen koppeln


Wird eine Lebensversicherung an eine Baufinanzierung gekoppelt, nennt sich das Ganze Versicherungsdarlehen. Diese Art der Baufinanzierung sollte aber immer nur genutzt werden, wenn die finanzierte Immobilie nicht selbst genutzt wird.

Funktionsweise Versicherungsdarlehen

Von der Versicherungsgesellschaft wird an den Darlehensnehmer ein Hypothekendarlehen ausgegeben und parallel schließt der Darlehensnehmer eine Lebensversicherung ab, deren Laufzeit mit der des Darlehens identisch ist. Während der Laufzeit wird die Lebensversicherung bespart und vom Hypothekendarlehen werden lediglich die auflaufenden Zinsen getilgt. Der komplette Schuldsaldo der Hypothek bleibt bis zum Ende der Laufzeit des Darlehens stehen. Bei einem entsprechend hohem Darlehen und ungünstigen Zinsen ist es leicht möglich, dass der Darlehensnehmer 800 Euro monatlich an Zinsen zu tilgen hat und hinzu kommt dann der Sparbeitrag für die Lebensversicherung. Das Ganze erfolgt solange, bis sich in der Lebensversicherung der Betrag angesammelt hat, mit dem das Darlehen komplett getilgt werden kann. Die Laufzeit des Versicherungsdarlehens ist vorher nicht kalkulierbar, weil die Zinsen und Erträge aus der Versicherung nicht vorherbestimmt werden können. Im ungünstigsten Fall macht der Darlehensnehmer mehrere Tausend Euro Verlust im Vergleich mit einem klassischen Hypothekendarlehen. Einziges plus dieser Art zu finanzieren besteht darin, dass der Todesfall abgesichert ist.

Zinssicherung mit dem Forward-Darlehen

Das Forward-Darlehen ist eine interessante Alternative zur zweiten Finanzierungsrunde bei einer Baufinanzierung. Über maximal fünf Jahre im Voraus kann sich der Bauherr damit günstige Zinsen sichern. Diese Zinssicherung erkauft er sich zum Zeitpunkt absoluter Niedrigzinsen gegen einen geringen Zinsaufschlag, der je höher ist, desto länger die Vorlaufzeit ist. Ein Risiko für den Darlehensnehmer besteht nur darin, dass die Zinsen zum Zeitpunkt der Auszahlung des Forward-Darlehens ohnehin niedrig sind und der Darlehensnehmer höher Kosten tragen muss, als wenn er eine klassische Anschlussfinanzierung gewählt hätte. Von daher ist das Forward-Darlehen zur Zinssicherung nur etwas für Darlehensnehmer, die darauf spekulieren, dass die Zinsen steigen werden. Sinken die Zinsen, muss das teurere Forward-Darlehen dennoch abgenommen werden oder der Kunden wird mit hohen Kosten für die Nichtabnahme belastet. Einige Finanzierer ermöglichen ihren Kunden mittlerweile auch, dass sie sich gegen das Risiko steigender Zinsen absichern, was aber wiederum zusätzliche Kosten verursacht.

Das Forward-Darlehen lässt sich auch für eine Umschuldung nach Ablauf der Zinsbindung nutzen, dabei wird dann die Grundschuld an den neuen Kreditgeber abgetreten.

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